Karnevalsausschuß Unterbach 1957 e.V.

Hoppeditz: Aufgewacht!

“Da ist uns eine echte Überraschung gelungen” freut sich Präsident Henrik Damgaard über den Hoppeditz Nachfolger.
Seinen jecken Bericht, seine An- und Einsichten aus und über das Eselsland hinaus geben wir hier in voller Länge wieder – unzensiert – denn auch dem KA hielt der wieder erwachte Karnevalsgeist den Spiegel vor.

Philipp Simon begeistert das Publikum in den vielfältigen Farben des Karnevalsausschuß Unterbach.

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….eine sinnig…hintersinnige Hoppeditzrede für alle mit Sinn für Zwischentöne
Schön, dass Ihr alle wieder da.
Die wichtigsten Worte des Abends sind bereits gesprochen;
I-A,
der Bann der narrenfreien Zeit – er ist gebrochen!
Man, was sitzt mir der Sommer noch in den Knochen;
doch jetzt ist der Hoppeditz wieder wach
und freut sich auf Karneval in Unterbach!Ich finde Karneval ist wunderbar,
drum ruft ganz laut einmal II-AAAADas Kostüm des Hoppeditz – – – Es ist ein ernst gemeinter Witz.
Bunt und farbig soll es scheinen,
der Zwietracht begegnen,
alle Unterbacher in Frohsinn einen!Dieses nur vorweggenommen,
wird mit einer karnevalistischen Rückschau begonnen.
Durch die letzte Session führten Anette und Jens,
es gibt viel zu berichten doch ich mag es gern schlank,
mache nicht viele Worte und sag Euch beiden von allen Gruppen herzlichen DANK!

Ich finde die zwei war‘n wunderbar,
drum ruft ganz laut auf sie I-AAAA

Doch watt fott is, is fott
Der Prinz is jetzt wech und ich will kein Gejammer,
bald kütt ene neue
und DER wird der HAMMER!

Vorschusslorbeeren find ich wunderbar,
auf den Hammer einmal  II-AAAA

Was war los, was ist geschehen was konnte man in diesem Dorf seit Aschermittwoch so seh‘n?

Der Supermarkt ist nun Geschichte,
die Ortseinfahrt erscheint in völlig neuem Lichte.
Neubauten sind bislang noch nicht zu sehen,
aber ich hätte schon ein paar gute Ideen:

 

Ich denke da in meinem Wahn, zum Beispiel an ne Gondelbahn.
Unterbach – Hochfeld mit Mittelstation
der Karneval dann als Krönung der Wintersaison!
Nä wat wär dat jut jewesen, dann könnt man auf Skiern pesen.
Wird ei‘m bei der Abfhart kalt, macht man in der Berghütte „Ten Ofen“ halt.

Den Grill bedient dort Strackes Peter, verkauft ei’m Würstel und auch Bier nur als Meter.
Unweit dessen hört man die Jachertz freudig lachen, 
können sie doch aus ihrem Radgeschäft jetzt ne Skibude machen.
Auf frisch gewachsten Brettern würden auch müde Skifahrer munter
und stürzten sich in halsbrecherischer Weise
wagemutig das Strasserfeld hinunter.

Der echte Crack überließe Kitzbühls Streif doch der Masse,
auf unserer Brinellstrasse zeigt sich nämlich des Alpinisten wahre Klasse!

Sind die Pisten schlussendlich tüchtig zerfah‘n,
geht‘s zum See auf die Natureisbahn.
Dort wird fleißig Schlittschuh gelaufen,
kein Unterbacher käm‘ auf die Idee beim Sport was zu saufen.

In meiner Extase, kann ich mir sogar denken,
dass sich selbst unsere  Schützen beim Ski-fahn verrenken
stellt Euch vor: die Schützen würden mit einer Mannschaft zu Ski-Sport antreten,
mit Elmo Keller als Kapitän der Biathleten.

Ich fände das wär wunderbar,
drum ruft ganz laut einmal II-AAAA

Mein Schlaf wurde im Sommer nur einmal ernsthaft gestört
Bei Whatsapp hat ein Hornochse in der KA-Gruppe tiefBRAUNE Töne geröhrt
Zu meiner Freude kann ich gleichwohl verbuchen,
röhrende Ochsen haben in unserem Kreis offenbar gar nichts zu suchen!
Der Autor bekam für seine Missetaten
in gewählten Worten kräftig einen Übergebraten
Der arme Tropf hat sich in der Gattung aber auch völlig verrannt,
denn ein Wesen das Röhrt wird hierzulande eigentlich Hirsch unser Wappentier aber Esel
genannt!      

Ich fand das gar nicht  wunderbar,
und lasse aus diesmal  I-A

Der Supermarkt der ist jetzt fort,
das ändert hier den ganzen Ort.
Ein Projekt für’n Ortseingang:

Ein Flughafen wär mein Favorit gewesen,
das hätte man in Nah und Fern in der Zeitung gelesen.

Aus Haus Unterbach hätten wir ruck-zuck ne Vip-Longe gemacht
und die Reisenden von dort ganz exklusiv mit ner Eselskarre zum Flieger gebracht.

Die Reise nach El-Arenal begänne im Karl-Knödl Terminal
Tabak für die Reise – auch in großen Haufen –
würde man im Duty-Free Shop von Olaf Schulten kaufen!

Die Exprinzen würden sicher nicht lang lamentieren
und allen Passagieren frisches Wildschwein servieren.

Bei Auto Geishauser rochen sie auch schon den dicken Braten
und die Chance als „Aviation Geishauser“ die große Jets zu lackieren & warten!

Die Carl-Sonnenschein-Schule würd‘ einer Lehranstalt bleiben,
aber zukünftig würde man dort die Ausbildung der Piloten betreiben.

Einzig die Stadt Erkrath , lieber Christoph, die müsste wohl weichen,
für einen Parkplatz für die Superreichen

Ich finde das wär wunderbar,
wer’s auch so sieht ruft laut I-AAAA

Erlaubt sei mir von hier ein Blick über den Tellerrand,
auch anderswo sind die Narren außer Rand und Band.
Dabei will ich zunächst gar nicht weit in die Ferne schweifen
Will erstmal „nur“ das freundschaftliche Band gen Hilden aufgreifen
Ein Ongerbacher Mädscher als Ex-Prinzessin haben wir gemein
Das ist viel mehr als mit der Stadt am Rhein

Weltpolitik: Die war wie immer groß!
Donald Trump ging lautstark auf die Chinesen los.
Die Pleitegriechen und der Grexit sind von der Agenda längst runter,
auf der Insel mit dem Brexit wird’s dafür immer bunter.

Unter dem was die da treiben,
wir unser Export und unsere Leber leiden
Exportieren wird nämlich schwierig – nach England werden wir nur noch winken,
und müssen unser’n Kellergeister dann wieder selber trinken.

Um Präsident Putin wars vergleichsweise leise, wen überraschts
regeln seine Agenten die Dinge doch lieber im Stillen und auf ihre Weise.

In Deutschland ist die Opposition inzwischen entbehrlich,
Die Regierung wird sich selbst schon ausreichend gefährlich.

Ein Beispiel: Für alle die, die schon wieder vergaßen,
der Mann der alle hops nahm hieß Maassen!

Ob Bayern- oder Hessenwahl, für Frau Merkel wars ne Qual.
Streit gibt’s auch um die Sommerzeit, viele sind auch die jetzt leid.
Der Parteitag der CDU wird demnächst beide Themen in einem angehen,
er wird bereits im Dezember die Uhr vorwärts drehen.

Liebe Jecken – das ist kein Scherz –
an Weihnachten haben wir dann schon den Merz!Auch von der Opposition hat man zuletzt nichts gehört,
aber hat diese Ruhe irgendjemand gestört?Hier im Dorf, so wurde mir berichtet,
hat unser Vorstand diesen Sommer ganze Arbeit verrichtet,
Eine Klausurtagung wurde im Zault abgehalten,
um diesen Verein auch in Zukunft richtig zu verwalten.
Hoffen wir mal, dass dieses neue „Event“ auch wirklich was bringt,
und nicht am Ende der Vorstand nur noch mehr trinkt.Hernach wurde kurzentschlossen eine Tradition verbogen
und das Sommerfest in den Ortskern umgezogen.
Die Idee fand Anklang aber das Wetter war Mist
soweit ich weiß hat‘s ganzen Tag lang GEregnetZur WM und Mesut Özil will ich nicht mehr als nötig sagen,
das Thema verdrängte den Fussball in jenen Tagen.
Man sollte Politik und Sport wieder richtig trennen
und jeder Akteur nur in seiner Arena rennen.

Außerdem  wäre es mir zu verwegen,
den Fokus allein auf die WM zu legen,
es würde das Wichtigste in den Schatten stellen,
so würde der Blick aufs wesentlich vermieden:

Die Fortuna ist aufgestiegen!

Fortuna – – – guckt doch bitte nicht so betroffen,
das letzte Ergebnis- 4:1 gegen Hertha – gibt Grund zum hoffen 
noch ist die Fortuna nicht abgesoffen!

Fortuna find ich wunderbar,
auf die ganz laut einmal I-A

Das Geschacher um die Bebauung des Supermarkts – Ein Riesenquark,
Wie wärs dort mit nem Freizeitpark?

Von der Wasserbahn übers Riesenrad zu den Showeinlagen,
würde man die Gäste von einer Attraktion zum nächsten Höhepunkt jagen!
Für die große Show haben wir schon ne Nummer ohne gleichen,
denn unseren Tanzgarden kann niemand das Wasser reichen!

Die Kadetten und die Jungs vom Jugendelferrat,
die würden kräftig anfassen
aber bestimmt die Hände von der Tanzgarde lassen

Die Ehrenritter – nun, die müssten verantwortungsvoll etwas leiten,
zum Beispiel in der Manege das Kinderreiten!

Habt Ihr die letzten Wagen der Kinderprinzen gesehen?
Wenn ja, dann werdet ihr alles was jetzt kommt verstehn!
Unser Wagenbauteam hat mein vollstes Vertrauen,
die könnten eine wunderbare Achterbahn bauen!

Auch Ne Geisterbahn wär gar kein Problem,
und zum Erschrecken der Gästen könnt man den Rösigen Penn gut nehm‘!

Ein Freizeitpark wär wunderbar,
darauf ganz laut einmal I-A

Im Programm, Ihr glaubt es kaum,
nähert sich in großen Schritten der nächste Traum.
Das Prinzenpaar der kommenden Session erwartet freudig seine Inthronisation.
Gefeiert wird es in diesem Haus
am besten mit Eurem tosendem Applaus!

Ich selber komme nun so langsam zum Schluß
und ende mit Unterbachs historischem Hoppeditzgruß

Der Hoppeditz lässt Euch nun wieder in Ruh‘
und schraubt sein großes Tintenfaß zu.
Hebt mit mir das volle Glas!
Ein Prost auf unseren Narrenspaß
Mit viel Freud und niemals Krach
auf unser schönes Unterbach,
mit viel Humor und reichlich Witz,

das wünscht Euch (wie immer) – Euer Hoppeditz!

 

ZUGABE

Ich freu mich, dass ich jetzt hier stehen muss
Der Hoppeditz soll kritisch sein – ich greif mal in die Vollen rein :

Karneval – ne ernste Sache: Ich bitte Euch – dass ich nicht lache!
Es geht um nix – und das nicht richtig
Und trotzdem macht sich jeder wichtig
Gestritten wird bisweilen verbittert,
und das Duell laut ausgetwittert.

Ich finde das ist grosser Schmuh
Und drück‘ da auch kein Auge zu!

Mit dem Zweiten sieht man besser,
sagt man uns zwar voller Wonne,
dabei ist der Satz doch für die Tonne
Die Wahrheit sieht ein jedes Kind
man ist auf einem Auge blind!

Karneval soll Freude machen
Alle Jecken sollen lachen
Dieses Ziel muss vorne dran
Und alles andere hintenan

Supermarkt: Eine verrückte Idee hab‘ ich noch für Euch alle,
wie wär’s da mit einer Unterbacher Bürgerhalle?

Ein Raum für unsere Garden zum trainieren,
im Kabuff nebenan könnt der Präsi kleine Tischnummern laminieren

Im Sommer wäre der Saal beim Fützenfest auch ohne Boot zu erreichen
andere Schützenvereine würden vor Neid wohl erbleichen!

Mit Blick auf die Anfahrt würde die Politik vielleicht noch rechtzeitig begreifen,
wenn man es jetzt baut hats auch noch Platz für eine U-bahn samt Wendeschleifen!

Der TVU könnte mit alt und Jung dort wunderbar turnen und tanzen,
die Jungen trügen ihn hinten, die Alten vorn, ihren Ranzen.

Romantisch gestaltet’s der Männergesangsverein
Organisiert im Saal ein Konzert mit Stelldichein,
einen Raum gäbs auch für den Bürger- und Heimatverein
Ach was sag ich, ein‘ Raum : ein Pflegeheim.

Für alle die sich inzwischen fragen: „Wie fällt einem solch ein Text wohl ein?“
Ich kann Euch sagen: ich war beim Texten niemals allein
In jeder Strophe steckt noch ne Flasche Wein!

Gleich kütt der Prinz und dessen Wein ist Euer lauter Applaus
DRUMM Ladet ihn ein und gebt ihm richtig ein aus!

Als Publikum seid Ihr wunderbar,
ich sach Euch tschüss und laut I-AAAA

Leve Jecke ich hoffe heut
Ich hab Euch Freud
In die Hütte gedeut

Feiern wir jetzt ohne Sorgen
bis Aschermittwoch, in den Morgen