(Präsident Uli Stolzenberg klopft)
Es klopft an meine Kistenwand?
Ich bin doch noch im Träumeland!
(Weiteres klopfen)
Hat sich einer da verlaufen?
Geh bloß weg, ich will nix kaufen!
(Präsident: )
„Wach auf du Schelm , es ist schon spät!“
Mein Präsi Uli - bist das du,
der dreist hier stiehlt mir meine Ruh?
(Präsident: „Jahaa, komm raus!“)
Oh Mann, die Zeit, oh wie sie rennt,
hab glatt ich doch den Start verpennt.
Mein Vorgesetzter warte ab,
bis ich die Tür gefunden hab!
(Pause / Sarg wackelt)
Verflixte Tat, Mensch welch ein Schreck,
Da ist doch glatt die Öffnung weg.
Hilf mir mein liebes Ulilein,
hol raus mich aus dem Ruheschrein.
Will hier drinnen nicht verrecken,
muss nach draußen zu den Jecken.
(Präsident öffnet Klappen /
Hoppeditz steht verkehrt
herum im Sarg, dreht sich um)
Mensch wie blöd, nur falsch herum,
Da passt der Spruch der gar nicht dumm:
Und ist die Welt auch ganz verdreht,
es gibt ’nen Weg wie’s weiter geht.
Nun stimmt die Richtung, altes Haus,
und zack schaff ich’s alleine raus.
Dank dir mein lieber Präsilümmel,
stürz ich mich jetzt in das Getümmel.
Nun steh ich hier, die Bütt erreicht,
der Uli sich zur Moni schleicht.
Kann ganz jeck euch nun berichten,
von manch komischen Geschichten,
die so geschah’n - wir liegen flach -
in nah und fern und Unterbach.
Da ist zunächst der Blick zurück,
auf unser allerbestes Stück.
Den Prinzen Rolf, den jecken Schmal.
Der hatte Spaß mit jedem Saal.
Denn mit der Petra Frohnatur,
waren die beiden Freude pur.
Die sagten dem der nicht bereit,
zum Frohsinn nur in dieser Zeit:
Und ist die Welt auch ganz verdreht,
es gibt ’nen Weg wie’s weiter geht.
Auch uns’re beiden Kinder-„Vaus“,
bekamen mächtig viel Applaus.
Es kam der Vinzenz stolz daher,
mit der Vanessa bitte sehr.
Die Eselsherrscher - diese vier -
beliebt war’n sie im Dörfchen hier.
Es hatte Spaß die Narrenschar,
dass es die reine Freude war,
denn auf allen unser’n Feten,
war’n das tolle Tollitäten.
Doch leider sind sie nun Geschicht’,
da kommt auch schon der nächste Wicht.
Der Schorsch bringt seine Judith mit,
Kirche und jeck das wird der Hit!
Der Jannik mit Katharina,
werden das Kinderprinzenpaa’.
So fand man dann für’s nächste Jahr,
Jecke für jedes Prinzenpaar.
Denn ist die Welt auch ganz verdreht,
es gibt ’nen Weg wie’s weiter geht.
Dem einen Prinz wurd’ tschüs gesagt,
den andern schon das Fieber plagt,
vor den Dingen die da kommen:
schöne und die nicht so frommen.
Doch nur Gemach, das dauert noch,
zunächst ich aus der Kiste kroch,
um hier vor euch, ihr Brüder, Schwestern,
mal wieder richtig abzulästern.
Da gibt es doch beim Blick zurück,
so manches schöne Possenstück.
So ist Güttes Pillendreher,
von den Kunden ein Versteher.
Die Leute strömen zu ihm schon,
vor seine Tür baut er ’nen Thron,
aus edlem Holz, ein tolles Ding,
schon ist der Kunde bei ihm King.
So zeigt er ander’n Läden sacht,
wie man den Kunden glücklich macht.
Denn ist die Welt auch ganz verdreht,
es gibt ’nen Weg wie’s weiter geht.
Kunden lockt der schlaue Bube,
in die Pillendreherstube,
so mit gewitzter Vehemenz,
denn nah ist seine Konkurrenz.
Doch die belebt, es ist bekannt,
nur das Geschäft in diesem Land.
Wie bei den Bäckern hier im Kaff,
da gibt es drei, da biste baff!
So kriegt das Dorf ’nen Weltstadtflair,
jetzt gibt es keinen Kaffee mehr,
sondern er wird ganz elegant,
Latte Macchiato genannt!
Das kostet da zwar richtig Geld,
doch jeder Mann der ist ein Held,
der früh sich auf die Stühle schmiegt,
weil er ’ne Morgenlatte kriegt.
Mann muss zu Haus sich nicht verbrennen,
sondern in das Kaffeehaus rennen.
Denn ist die Welt auch ganz verdreht,
es gibt ’nen Weg wie’s weiter geht.
So ist’s, die einen werden mehr,
die andern tun sich leider schwer.
Das halbe Dorf es liegt fast brach,
die Bierversorger lassen nach:
In Heide hat sich’s ausgestübt,
die Birne bald den Abriss übt.
Im Vereinshaus riecht der Kessel,
das haut raus dich aus dem Sessel,
tut das Alt den Magen reizen,
bechern Gäste nur noch Weizen.
Die Delle sinkt nach Feuersbrunst,
rapide in der Gästegunst,
weil man zunächst will seine Ruh,
schließt sonntags schnell die Türen zu.
Doch hier wie da sind sie erwacht,
man vieles jetzt nun besser macht,
die Wirtsleut’ haben neuen Biss,
die Gäste kommen ganz gewiss.
Denn ist die Welt auch ganz verdreht,
es gibt ’nen Weg wie’s weiter geht.
So musste der ganz laut nur bratschen,
der tat hier durch das Dörfchen latschen,
als viele Wochen ohne Ende,
standen bei uns nur Köppewände.
„Europa geht nicht ohne uns.“
„Wählt kommunal nicht Hinz und Kunz“.
„Aus Berlin – wenn wir´s nicht machen -
gibt es viele schlimme Sachen.“
Ungezählte Tage und Wochen,
mit solchen Sprüchen rumgekrochen,
sind, als Plakatesprüchequäler,
sie in den Hintern ihrer Wähler.
Und so gab’s zum Schluss, ihr wisst es schon,
’ne Biene Maya Koalition:
die Biene Merkel froh und heiter,
mit Westerwilli als Begleiter.
summt in Berlin über’s Parket,
und sagt sich da: ist doch ganz nett.
Denn ist die Welt auch ganz verdreht,
es gibt ’nen Weg wie’s weiter geht.
Schwarz mit gelb die taten’s packen,
strahlten über alle Backen.
Vorn mit dabei der fromme Christ,
bekannt ist er als Bigamist.
Der Hotte aus dem Bayernland.
Für seine Leut’ er Posten fand.
Die Angie Merkel oh wie fein,
will Kanzler aller Deutschen sein.
Derweil der Guido, weil gerüffelt,
mit seinem Mann verbissen büffelt,
wie man so auf Konferenzen,
kann perfekt in englisch glänzen.
So wie der Joschka Steinestoßer,
der später wurd’ ein ganz ein Großer,
der schön im Nadelstreifentuch,
sprach frei in Auswärts wie ein Buch.
Der Guido kann doch schon Latein,
das Englisch kriegt der auch noch rein.
Denn ist die Welt auch ganz verdreht,
es gibt ’nen Weg wie’s weiter geht.
Die Politik, ja die hat’s schwer,
die hält den Kopf für alles her.
Ausgewogen soll sie richten,
die alltäglichen Geschichten.
Ob über Opel ziehen leise,
die Geier ihre großen Kreise,
oder am See die Gänseschar,
bringt mit dem Kacka viel Gefahr,
ist Politik nicht Schuld alleine,
besonders schuldig sind die Schweine.
Sie verbreiten weltweit ihre,
ganz gemeine fiese Vire.
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Johann Gisa (links) verleiht höchste Auszeichnung der Großen Ekrather Karnevalsgesellschaft an Unterbachs Ehrenpräsidenten Lothar Bartsch.

Herr Kurt (unten) und Tante Luise (oben rechts) lassen die frühere Unterbacher Kinder-Prinzessin Heike Zander durch die Luft fliegen.

Alt-Unterbacher Olaf King rockt die Narren in die neue Session hinein.
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Die drängt damit so ganz rasant,
die Vogelgrippe aus dem Land.
Und so konnte die’s nicht schaffen,
alle Vögel hinzuraffen.
Nun müssen wir es selbst besorgen,
uns Retterengel, Jäger borgen.
Denn ist die Welt auch ganz verdreht,
es gibt ’nen Weg wie’s weiter geht.
Bei Opel wurde dreist verbannt,
der Reiche aus dem Alpenland.
Wollen die Ammis ziehen keck,
allein den Karren aus dem Dreck.
Doch am See die Gänseflieger,
bleiben ganz bestimmt nicht Sieger,
wenn die Jugend von den Schützen,
tut zur Probe sie benützen.
Lernen das Treffen zielexakt,
auf den der auf die Wiesen kackt.
Dann kann der Nachwuchs wunderbar,
auch treffen wie in diesem Jahr,
mit einem Schuss piel gradeaus,
vom Weihnachtmarkt der Nikolaus.
Als Fuhrmanns Gerd ist er bekannt,
kam auf Krücken angerannt,
zeigte allen zur Verwunderung:
König geht auch mit Behinderung.
Denn ist die Welt auch ganz verdreht,
es gibt ’nen Weg wie’s weiter geht.
Der alte König wie ihr wisst,
zum Schluss davon gekommen ist,
mit einem Auge blitzeblau.
Er nahm es sportlich, ohne Schau.
Sehr sportlich und mit Schau ganz groß,
so ging es dann im Sommer los.
Da stellte sich in knapper Hose,
der Usain Bolt in Siegerpose,
bei der WM da in Berlin,
als sie fürs laufen ehren ihn,
weil er so schnell wie sonst niemand,
im Stadion ist ´rum gerannt.
Bei den Mädels da war eine,
wie ein Kerl sie hatte Beine,
der Rest war auch nicht weiblich nett,
ich zög sie nicht zu mir ins Bett.
Ob sie zu Recht bekam ihr Gold?
Bestimmt sind ihr die Gene hold.
Denn ist die Welt auch ganz verdreht,
es gibt ’nen Weg wie’s weiter geht.
Schon toll wenn so ein Leichtathlet,
recht elegant durch’s Stadion weht.
Ringsherum auf allen Rängen,
jubeln groß ihm zu die Mengen.
Jubelnd kann man auch erblicken,
Jungs in kurzen Hosen kicken,
erfolgreich wieder, das ist fein,
in der Arena da am Rhein.
Als noch an jeder freien Wand
groß LTU geschrieben stand,
schossen vor vielen tausend Fans
- der Jubel, der fand keine Grenz’ -
sich doch die Fortunaschlingel,
in den zweiten Ligahimmel.
Und nun, da haben sie Esprit,
spielen ein gutes Spiel wie nie.
Auch wenn das Blatt sich wenden tut,
findet der Trainer neuen Mut:
Denn ist die Welt auch ganz verdreht,
es gibt ’nen Weg wie’s weiter geht.
Ja Fußball der, ob groß ob klein,
soll eigentlich Vergnügen sein,
doch die Chefs von Bayern München,
tun die Trainer nur verwünschen.
Klinsi muss das Weite suchen,
auch der nächste muss laut fluchen,
- der vom Land des Käses, Tulpen -
quält sich rum mit Fußballnulpen.
Auch bei ander’m Sportvergnügen,
muss man die Akteure rügen:
unser Schumi wollt’s noch packen,
kriegte aber plötzlich Nacken.
Der Vettel schiebt, ganz neuer Star,
den Titel auf das nächste Jahr.
So gibt’s im Sport noch viele Sachen,
darüber kann man doch nur lachen.
Aber geht’s den Bach herunter,
mit dem Sport, wir rufen munter:
Und ist die Welt auch ganz verdreht,
es gibt ’nen Weg wie’s weiter geht.
Um uns ’rum ist Sport die Nummer,
die den meisten macht nur Kummer.
Jedoch bei uns im Flecken,
braucht man sich nicht verstecken.
Der Sportclub und der TVU,
sind Spitze! Oder was glaubst du?
Und deshalb bald der Nachwuchs tobt,
der Dirk, der Elbers hat’s gelobt,
nach langem Stau muss es nun sein,
in neuer Halle schick und fein.
Sollt’ es damit doch nicht klappen,
werd ich mir ’nen Bautrupp schnappen,
und so wahr ich hier so vor steh’,
bau ich stattdessen ’ne Moschee.
Dann kann der Muezzin ganz nett,
hoch oben dann vom Minarett,
zu frommen Gebeten locken,
und die Sportler bleiben hocken.
Denn ist die Welt auch ganz verdreht,
es gibt ’nen Weg wie’s weiter geht.
Doch wir sind hier im Narrentempel,
und wenden zu uns ander’m Krempel.
Am liebsten schauen wir gebannt,
auf unser Dorf am Bergesrand.
Ob Börsenchrash, ob and’rer Schund,
wir stehen kurz mit off’nem Mund,
sehen lieber zu den Dingen,
die hier voll den Spaß uns bringen.
Nämlich? Dem Karneval – genau,
der fröhlich macht den Mann, die Frau,
und auch die Kinder ganz bestimmt,
uns so ein bisschen Sorgen nimmt.
Es geht heut los, ihr seid dabei,
mit dieser jecken Feierei.
Seid fröhlich und auch guter Laune,
bald kommt der Prinz, der Pater braune.
Genug erzählt, ich bin jetzt fort,
habt noch viel Freud’ an diesem Ort.
Schnapp mir meine sieben Sachen,
wink euch zu mit einem Lachen,
denn glaubt es mir, es ist kein Witz,
gern bin ich hier der Hoppeditz.
Nun denn ihr jecken Freunde hier,
stärkt euch ganz fix mit einem Bier,
das vor euch steht und glücklich macht,
der Kellner hat’s ganz frisch gebracht.
Ihr sucht dafür den Schuldigen?
Dann müsst ihr hier mir huldigen!
Denn als ich lag in meiner Gruft,
verschlossen von ’nem bösen Schuft,
konnten diese Vorstandsknaben,
mein täglich Geschrei nicht haben,
das hallte über Berg und Tal,
für deren Ohren war’s ’ne Qual:
„Wenn werd‘ ich wach, gebt Alt mir her,
sonst bleibt bei euch die Bühne leer.“
Ihr seht, die Jungs die war’n nicht taub!
Vor Dank werft ihr euch in den Staub.
Alt ist nicht nur für den Magen,
hört was die Geleerten sagen:
Es schützt dich und deine Sippe,
vor der fiesen Schweinegrippe!
Drum ruft den Gerstensaft herbei,
in rauen Mengen, eins, zwei, drei,
der Zappes macht, ihr werdet sehn,
immun euch so in Handumdrehn.
Sollte alles das nicht greifen,
müsst ihr Gummis überstreifen.
Natürlich ganz, am ganzen Leib,
ob Männlein oder aber Weib.
Dann prallt die Vire nicht zu knapp,
vom Gummimantel einfach ab.
Ich zieh mit Noppen einen an,
bin so der Noppihoppi dann,
und hüpf gummiert durch die Session,
mit meinem Spruch, ihr wisst ihn schon:
Denn ist die Welt auch ganz verdreht,
es gibt ’nen Weg wie’s weiter geht.
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